
Dr.med.
R.
Frank, Dr.med.A. Jachtmann, Dr.med
B.
Nebelung, G. Salk,, I. Wendt, Chr.
Baumgartner,
Dr. med. H. Wegner, Dr. med. J. Meyer,
Dr. med. M. O. Müller
Sonographie
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Das Prinzip der Sonographie beruht auf der Anwendung von
Ultraschallwellen im nicht-hörbaren Bereich. Hierbei handelt es
sich um hoch-frequente mechanische Schwingungen mit Frequenzen zwischen
1 und 100 MHz. Die häufigsten Anwendungen liegen in einem Bereich
von 3,5 bis 7,5 MHz. Ultraschallwellen breiten sich in Materie in
Longitudinalwellen mit einer Geschwindigkeit von 1550 m/sec aus. Das
Verfahren arbeitet also ohne Belastung durch Röntgenstrahlen und
kann unbedenklich auch in der Schwangerschaft eingesetzt werden.
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Details der Ultraschalltechnik
Die Ultraschallwellen werden im so genannten "Schallkopf" durch
piezoelektrische Kristalle erzeugt, die die von einem Generator
kommenden elektrischen Impulse in Schallwellen umwandeln. Diese
Schallwellen werden als Impuls ausgesandt, dringen in den zu
untersuchenden Körperteil ein und erfahren je nach Zusammensetzung
des Gewebes und der zwischen Geweben unterschiedlichen Zusammensetzung
bestehenden Grenzflächen Absorption, Streuung, Reflexion oder
Brechung in unterschiedlichem Maße. Anschließend wirkt der
Schallkopf als Empfänger: Er nimmt die von der Materie
reflektierten Schallimpulse auf, die wiederum eine elektrische
Wechselspannung erzeugen. Diese Informationen werden an einen Computer
weitergeleitet. Durch die Berechnung der Laufzeit des ausgesandten
Signals und der Intensität des empfangenen Echos wird dann ein
Live-Bild errechnet, das auf einem Monitor angezeigt oder ausgedruckt
werden kann. Der untersuchende Arzt erhält also zweidimensionale
Bilder, die ihm eine räumliche Vorstellung von Größe,
Form und Struktur des untersuchten Bereiches vermittelt.
Wann wird Ultraschall angewendet
Die Sonographie wird heute von fast allen medizinischen Fachdisziplinen
verwendet. Aufgrund der risikolosen Anwendung, der hohen
Verfügbarkeit und der schnellen Untersuchungsdurchführung ist
sie für viele Ärzte so etwas wie der 7. Sinn und wird
gelegentlich auch als Stethoskop des 20. Jahrhunderts bezeichnet.
Neben der allgemeinen Anwendung als erstes Bild gebendes Verfahren sind
in einigen medizinischen Fachgebieten Spezialanwendungen entstanden.
Mit der Hochfrequenzsonographie werden nahe der
Körperoberfläche liegende Organe wie z. B. die
Speicheldrüsen (Sialosonographie), die Schilddrüsen oder die
weibliche Brust (Mammasonographie) dargestellt. Mit der so genannten
Doppler-Sonographie stehen dem Arzt an speziellen
Ultraschallgeräten zusätzliche Informationen über
Strömungsrichtung, Geschwindigkeit und Stärke des Blutflusses
in Gefäßen zur Verfügung.
Wie läuft eine Ultraschall-Untersuchung ab?
Zuerst wird der Patient, je nach darzustellender Region, entsprechend
gelagert. Zur Untersuchung des Bauchraumes beispielsweise liegt der
Patient meist auf dem Rücken. Der Arzt bringt ein Gel aus
Wasserbasis auf den Schallkopf auf. Wird der Schallkopf ohne Gel auf
die Haut gehalten, dann werden die Ultraschallwellen durch die Luft
zwischen Schallkopf und Haut vollständig reflektiert. So
würde der Arzt keine Ultraschallbilder erhalten. Durch die
Bewegung und unterschiedliche Abwinkelung des Schallkopfs auf der Haut
kann der Arzt gewünschte Organe und Gewebe aus verschiedenen
Richtungen einsehen. Nach Abschluss der Untersuchung, die etwa
fünf bis 15 Minuten dauert, kann das Gel abgewischt werden.
Vor- und Nachteile des Untersuchungsverfahrens
Eine Untersuchung mit Hilfe des Ultraschalles ist ein vollkommen
ungefährliches Verfahren, das sogar in der Schwangerschaft
gefahrlos angewendet werden kann. Die Untersuchung ist leicht
durchführbar und allgemein verfügbar.
Einer der Hauptnachteile der Untersuchung ist die schwierige
Dokumentation der Untersuchungsergebnisse. Während dieser
Untersuchung werden meist mehrere Bilder ausgedruckt, die der
Dokumentation dienen sollen. Außerdem sind Durchführung und
die gefundenen Ergebnisse ein stark vom Untersucher abhängig.
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