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Sicher haben Sie schon mal davon gehört,
dass Röntgenstrahlen potentiell schädlich sein können.
Deshalb sind wir Radiologen bemüht, die für
Röntgenaufnahmen notwendige Dosis durch laufende
Qualitätskontrollen und technische Überwachung der
Geräte so niedrig wie möglich zu halten.
Wir lassen unser Gerät freiwillig einer Qualitätskontrolle
unterziehen, die über die gesetzlichen Anforderungen deutlich
hinausgeht. Wir nehmen im
Qualitätsring-Radiologie (QRR) teil und sind zertifiziert.
Aus großen internationalen Studien, die über viele Jahre
tausende von Patientinnen verfolgen, weiß man, dass das Risiko,
durch unterlassene Mammographien an zu spät erkanntem Brustkrebs
zu sterben, weit größer ist, als das Risiko, durch
regelmäßige Mammographien einen strahlenbedingten Brustkrebs
zu erleiden.
Man kann Brustkrebs heute heilen, wenn er in einem frühen Stadium
entdeckt wird. Deshalb brauchen wir die Mammographie, um den Krebs so
früh wie möglich festzustellen, möglichst noch bevor
tastbare Veränderungen vorliegen.
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Ablauf der Untersuchung:
Von jeder Brust werden 2 Aufnahmen in verschiedenen Ebenen angefertigt.
Manchmal wird eine zusätzliche Aufnahme benötigt, um unklare
Befunde genauer darzustellen. Für die Aufnahme wird die Brust
zusammengedrückt. Das ist für eine gute Bildqualität
notwendig, außerdem ist die benötigte Röntgendosis um
so niedriger, je stärker die Brust komprimiert wird. Sie brauchen
aber keine Angst zu haben, dass es unangenehm weh tut, es wird nur so
stark gedrückt, wie Sie es aushalten.
Nach den Aufnahmen müssen Sie noch eine Zeit warten, bis die Filme
entwickelt sind und der Arzt die Bilder angeschaut hat. Danach wird der
Arzt Sie untersuchen und die Brust abtasten. Zu jeder Mammographie
gehört unbedingt eine Untersuchung durch den Arzt, um aus
sichtbarem und tastbarem Befund und Röntgenbild eine Diagnose zu
stellen. Evtl. macht der Arzt dann noch eine
Ultraschalluntersuchung:
Manche tastbaren oder im Mammogramm sichtbaren Verdichtungen
können durch Ultraschall weiter abgeklärt werden.
Insbesondere kann man hiermit solide oder
flüssigkeitsgefüllte Knoten (sog. Zysten) gut unterscheiden.
Der Ultraschall ist völlig unschädlich.
Leider ist mit Ultraschall alleine keine Früherkennung von
Brustkrebs möglich, da er nicht die feinen Details, wie z.B.
feinste Verkalkungen, nachweisen kann, die die Mammographie zeigt.
Feinnadelpunktion:
Bei verdächtigen Veränderungen in der Brust kann es manchmal
notwendig sein, aus dieser Veränderung Zellmaterial zu entnehmen
und dieses zur Untersuchung einzusenden. Hierbei wird mit einer sehr
dünnen Nadel die tastbare oder im Ultraschal sichtbare
Veränderung punktiert, und unter Sog mit einer Spritze eine
winzige Menge Zellmaterial abgesaugt. Dieses Material wird auf
Objektträger ausgestrichen, und dem Pathologen zur mikroskopischen
Beurteilung geschickt.
In vielen Fällen kann damit die Art einer auffälligen
Veränderung sehr genau erkannt werden. Die Feinnadelpunktion
erspart damit die sonst evtl. notwendige Operation zur Gewinnung einer
Gewebeprobe.
Auch bei schmerzhaften Zysten kann eine Feinnadelpunktion sinnvoll
sein. In diesem Fall wird die Zystenflüssigkeit mit der Nadel
abgesaugt und die Zyste entleert. Danach sollten Sie für etwa
15min mit der Hand Druck auf die ehemalige Zyste ausüben, damit
diese verklebt, und sich nicht wieder füllen kann.
Eine Feinnadelpunktion ist unschädlich. Die immer wieder in der
Boulevardpresse behauptetet Möglichkeit der Umwandlung von
gutartigem in bösartiges Gewebe, oder die Verschleppung von
bösartigen Zellen in den Körper, ist Unsinn. Es gibt keinen
Beweis für diese Behauptungen.
Alternativen?
Nach Allem, was die medizinische Wissenschaft heute weiß, gibt es
zur Vorsorge vor Brustkrebs keine alternative Untersuchungsmethode, als
die Mammographie. Das ist durch große weltweite Studien bewiesen
worden. Deshalb haben auch viele Länder eine
routinemäßige Reihenuntersuchungs- Mammographie für
Frauen ab 40 Jahren eingeführt.
In allen industrialisierten Staaten dieser Welt nimmt die
Häufigkeit an Brustkrebs zu. Da Brustkrebs in frühen Stadien
heute heilbar ist, ist es sinnvoll, Brustkrebsfälle so früh
wie möglich zu entdecken. Dies gelingt bis heute nur mit der
Mammographie.
Die Kernspintomographie der Brustdrüse, in die am Anfang viel
Hoffnung gesetzt wurde, ist keine Alternative, da sie nur in ganz
bestimmten Fällen eine genaue Diagnose ermöglicht.
Nach der Untersuchung:
Nach Abschluss der Untersuchungen wird der Arzt Ihnen das Ergebnis
sofort mitteilen. Lediglich bei einer Feinnadelpunktion müssen Sie
ein paar Tage auf das Ergebnis der Untersuchung warten. Natürlich
bekommt der Arzt, der Sie zur Mammographie überwiesen hat, von uns
einen schriftlichen Bericht per Post.
Der Arzt wird Ihnen auch mitteilen, in welchen Abständen bei Ihnen
Kontrolluntersuchungen zu empfehlen sind. Dies richtet sich nach Ihrem
persönlichen Befund, Ihrem Alter und evtl. Risikofaktoren.
Eine Bitte:
Bitte haben Sie Verständnis, wenn vor und während der
Untersuchung Wartezeiten entstehen. Dies ist einmal technisch bedingt,
z.B. müssen die Filme erst entwickelt werden, bevor der Arzt sie
anschauen kann. Wenn während Ihrer Wartezeit im Wartezimmer andere
Patienten schon aufgerufen werden, obwohl sie nach Ihnen gekommen sind,
so werden diese Patienten an anderen Geräten untersucht, die schon
frei sind, während die Mammographie noch belegt ist.
Wir bemühen uns, uns für jeden Patienten Zeit zu nehmen und
eine gründliche Untersuchung durchzuführen. Das bedeutet
auch, dass wir uns bei bestimmten Problemen des Patienten einmal mehr
Zeit nehmen müssen, als im Terminplan vorgesehen war, und es daher
zu Wartezeiten bei den nachfolgenden Patienten kommt.
Wenn Sie noch Fragen zum Sinn oder Ablauf der Untersuchung haben, oder
etwas nicht verstanden haben: Bitte fragen Sie uns danach; wir werden
Ihnen gerne Auskunft geben.

Ihr
Mammographie-Team
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