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Dr.med
B.
Nebelung, I. Wendt, Dr. med. J. Meyer,
Dr. med. M. O. Müller
Magnetresonanztomographie
oder Kernspintomographie
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Die Kernspintomografie ist ein noch relativ neues Verfahren
in der Medizin, um Schnittbilder des menschlichen Körpers zu
erzeugen. Es wird seit etwa 1985 eingesetzt. Diese Untersuchungstechnik beruht auf der Feststellung, dass Atomkerne mit einer ungeraden Ordnungszahl über eine Eigenrotation, den so genannten Spin verfügen und ein eigenes, sehr schwaches, natürliches Magnetfeld besitzen. Dieses eigene Magnetfeld kann durch ein künstliches, starkes Magnetfeld ausgerichtet werden, wie Kompassnadeln. Die einzelnen magnetischen Atome drehen ( engl. "spin" ) abhängig, von der künstlichen Magnetfeldstärke, in einer rechnerisch zu bestimmenden Frequenz. Durch kurzes Einstrahlen dieser Frequenz, die bei 1,5 Teslar einer elektromagnetischen Welle im Radiofrequenzbereich entspricht, nehmen einige Atome diese Energie auf. Bein Abschalten der Radiowelle geben diese Atome die Energie in Form einer Radiowelle wieder ab, die gemessen wird. Daraus werden nach einer kompletten Formel die Schaltbilder berechnet. Entscheidend für die Abbildung ist der unterschiedliche Wassergehalt in den verschiedenen Körpergeweben. Erkrankte Gewebe enthalten häufig mehr Wasser, als gesunde Gewebe. Wegen der größeren Anzahl an Wasserstoffkernen im erkrankten Gewebe kann man diese dann von den gesunden Geweben unterscheiden. Die nebenstehenden Grafik zeigt weißliche Flecken, wie sie typisch für die Plaques bei Multipler Sklerose sind. |

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Ablauf der Untersuchung Eine
Untersuchung dauert je nach Untersuchungsziel 15 bis 40 min. Sie werden
auf eine bewegliche Liege gelegt und in die Öffnung des Magneten
gefahren. Während der Untersuchung liegen Sie in der Röhre
des Magneten, die einen Durchmesser zwischen 100 und 60cm hat und etwa
120 cm lang ist. Diese Röhre ist an beiden Enden offen, mit
Beleuchtung und Belüftung versehen. Über die eingebaute
Wechselsprechanlage können Sie uns jederzeit rufen. Sie bekommen
außerdem einen Klingelknopf in die Hand, mit dem Sie uns
zusätzlich rufen können. Mit der MRT
sind bisher viele Millionen Untersuchungen weltweit durchgeführt
worden. Trotz intensiver Forschung sind bisher keine Schädigungen
mit den benutzten Geräten festgestellt worden. Nach dem aktuellen
Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis sind auch keine Schäden zu
erwarten. Das Kontrastmittel ist ab dem 1. Lebenstag zugelassen.
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