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Besonders
bei MRT-Überweisungen sind wir auf möglichst
präzise Fragestellungen und ausreichende klinische Angaben
angewiesen, da die Untersuchungstechnik und Strategie im MRT für
jede Untersuchung
individuell geplant wird.
Die Indikationen beziehen sich auf Erwachsene.
Bei Kindern
kann dies abweichen.
Gehirn:
Bei
der Mehrzahl der diagnostischen Fragestellungen ist heute die MRT die
Untersuchungsmethode der Wahl, da der CT überlegen. Durch
Diffusionsbildgebung gelingt der Nachweis frischer Ischämien schon
in den ersten Stunden nach dem Ereignis, lange bevor das CT eine
sichere Diagnostik erlaubt. Die Diagnostik von Hypophysentumoren und
Prozessen des Kleinhirnbrückenwinkels (Akustikusneurinom) ist
ebenfalls eine MRT Indikation. Die CT ist heute noch indiziert zum
Nachweis akuter intracranieller Blutungen, insbesondere auch
der subarachnoidalen Blutung. Auch zur Verlaufskontrolle von
Ischämien, Blutungen, Tumoren und operativen Eingriffen ist die CT
indiziert, desgleichen zur Verlaufskontrolle eines
Ventrikel-Shuntsystems. In der detailgenauen Darstellung
knöcherner Läsionen / Infiltrationen vor allem der
Schädelbasis ist die Dünnschicht-CT überlegen.
Gesichtsschädel und Halsweichteile:
Sinusitis, Fraktur,
Knochendestruktionen: CT.
Weichteilprozesse, Tumoren, Lymphome,
Orbita, Kiefergelenke: MRT.
Schilddrüse, Nebenschilddrüse: Sonographie, Szintigraphie,
evtl. MRT.
Wirbelsäule:
Fraktur,
Bandscheibenvorfall: CT
Bei
der Fragestellung frisch oder alte WK Fraktur: Knochenszintigraphie.
Alle anderen Fragestellungen sind in der MRT wesentlich besser
abzuklären. Diskusprolaps der unteren HWS (dort am
häufigsten) im CT meistens durch Artefakte durch die Schultern
schlecht darstellbar.
Thorax:
Generell
ist CT dem MRT wegen Atembewegungen überlegen.
Lungenprozesse,
Lungentumoren, Lymphome: CT.
Lungenembolie: Pulmonalis-CT, Perfusionsszintigraphie oder auch
MR-Angiographie möglich.
Aortenaneurysma, -Dissekat: CT-Angio.
Mamma:
Mamma-MRT nur bei
speziellen
Fragestellungen, Narbe versus Rezidiv, CUP Syndrom bei positiven
Axillären Lymphknoten.
Ist bisher keine
generelle Kassenleistung, nur mit Kostenerstattungs- Zusage der
Krankenkasse. Bitte in
jedem Fall Rücksprache erbeten.
Abdomen
gesamt:
Generell CT dem MRT wegen
Atembewegungen überlegen.
Untersuchung
des gesamten Abdomens , z.B. allg. Tumorsuche, Staging zur
Metastasen- oder Lymphomsuche: CT.
Leber:
Abklärung
unklarer sonographischer Herdbefunde MRT sensitiver und spezifischer
als CT.
Gallenwege, Gallenblase:
Primär Sonographie, zur Darstellung der Gallenwege, z.B.
Cholestase,
Als nächster Schritt CT. Für spezielle
weitergehende Fragestellungen MRT.
Schwerpunkt Darstellung Gallengänge und Pankreasgang :
MR-CP.
Pankreas:
Primär CT. Für im CT nicht abzuklärende Befunde als
weiterführende Untersuchung MRT.
Niere:
RF, Tumor, entzündlicher Prozeß:
CT
Nach
CT als weiterführende Untersuchung MRT.
Nierenarterienstenose: MRT-Angio oder Nierenszintigraphie.
MRT-Urogramm und Nierenszintigraphie z.B. bei Pat. mit KM-Allergie und
Niereninsuffizienz.
Nebennieren:
RF: primär Sonographie, dann CT. Gegebenenfalls zur weiteren
Abklärung MRT und NN-Szintigraphie.
Beckenorgane:
Rektum, -Tumorrezidiv, pararektaler Abszeß,
Fisteln: MRT.
Prostata: lokale Tumorausdehnung, Infiltration von Blase, Samenblasen:
Falls transrektaler Ultraschall unklar:
MRT.
Bauchwand, Hernien: MRT.
Harnblasentumor: Lokale Ausdehnung im MRT besser darstellbar.
Lymphknotenmetastasen: MRT und CT gleichwertig.
Skelett:
Metastasensuche, Suche nach Entzündungsherden: primär
Skelettszintigraphie. Rein osteoplastische
Metastasen oder diffuse Infiltrationen können allerdings in der
Knochenszintigraphie stumm bleiben.
Bei klinischem Verdacht:
1. Konventionelles Röntgen
2. CT
3. MRT
Knochentumoren:
1.
Konventionelles Röntgen
2. CT
3. MRT
Knochenszintigraphie
zum Nachweis von "skip lesions"
und multilokulärem Geschehen.
Frakturen: Falls genaue 3D-Darstellung z.B. zur Therapieplanung
notwendig: CT.
Eventuell Skelettszintigraphie (frische oder alte Fraktur) oder
eine MRT (z.B. Frage nach Skaphoid-Fraktur).
Wirbelfrakturen durch Trauma: CT.
Gelenke:
Arthrose, Verletzungen von Knorpel, Bändern, Weichteilen,
Entzündung: MRT
Tumoren: MRT.
Bei Poliarthralgien, zum Ausschluß
florid entzündlicher Prozesse oder einer Arthritis dagegen besser
Skelettszintigraphie.
LWS:
Zum Nachweis von Bandscheibenvorfällen und degenerativen
Veränderungen CT.
MRT bei jungen Patienten wegen Strahlenbelastung empfohlen.
Bei Z.n. Bandscheiben-OP.
: MRT (mit iv. KM.) der CT
überlegen in der Differenzierung von Narbe, Disziitis
und Rezidivvorfall.
Muskultur, Haut, Bindegewebe, Sehnen: MRT
Blutgefäße:
Durch die MR-Angiographie
können fast alle Blutgefäße des Körpers in guter
Bildqualität dargestellt werden, so dass sich eine invasive konventionelle Angiographie
oft vermeiden lässt.
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